Finanzsprache

“Der effektive Jahreszins beträgt 15% .” Das ist ein einfacher grammatischer Satz. Er bezieht sich auf einen Kredit, den jemand bei einer Bank beantragen kann. Doch was ist eigentlich ein ‘effektiver Jahreszins’? Gibt es einen ineffektiven Jahreszins? Heißt ‘effektiv’ hier nützlich? – Fragen über Fragen kommen bei Finanzangelegenheiten auf!

Es gibt Fachsprache nicht nur bei Behörden, sondern auch bei Banken usw. . Wer kennt sich da noch aus? Wie nutzt man die bestehenden Gesetze so, dass man möglichst wenig Steuern zahlen muss, und wie risikoreich sind Geldanlagen in Aktien, Staatsanleihen oder Gold wirklich? – Was lohnt sich, und was ist sicher?

Man kann sich selbst informieren über die Gesetze, Strategien und Möglichkeiten. Aber kapiert man das Fachchinesisch dann auch? Man kann sich alternativ auch einfach bei einer Bank beraten lassen. Doch wie zuverlässig sind die Auskünfte der Banken? Arbeiten die für ihre Kunden, oder am ehesten für sich selbst?

Unabhängige Informationen bekommt man am bestem vom Profi . Wenn man sich die Finanzsprache professionell erläutern lässt, dann braucht man sich künftig weder um Optionsscheine, noch um den Leitzins zu sorgen!

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Waldeskunde

Ein Baum im Wald, wenn auch am Rand
Beachtung durch ein Kleinkind fand
Denn neben ihm, da stand mit Säge
Ein Holzfäller, so gar nicht träge

Und der Papa ging mit dem Kinde
Das Aug’ gerichtet auf die Rinde
Da sprach das Kind wie tief im Traum
“Schau, Papa, der schöne Baum”

Und Papa wollte Lehre geben
Wenn inhaltlich auch sehr daneben
Und sagte nur sehr kühl und kalt
“Nun, Bäume gibt es oft im Wald”

Doch Kindsinteresse zeigte Stärke
Als die Säge ging zu Werke
Und in des Schelmes Angesicht
Hielt Lächeln Einzug, Schicht um Schicht

So fragte er den alten Herrn
“Du, Papa, turnen Bäume gern?”
Und dieser runzelte die Stirn
“Wie kommst Du nur auf solchen Zwirn?”

Und eine Rede hielt er nun
Von dem, was Bäume gerne tun
Nämlich aufgrund Gottgerichts
Außer wachsen nun mal nichts

Hin und her ging das Gerede
Es wurde fast zur echten Fehde
Doch trieben sie’s nicht bis zum Mord
Denn schließlich ging es nur um Sport

Der Vater, der vor Wut fast weinte
Begriff nicht, was sein Junge meinte
Der kindlich Wortspiel noch gepflegt
Was er selbst längst abgelegt

Und als die Säge fertig war
Da hörte man, wohl völlig klar
Des Waldmanns Ruf als Warnungsschrei
Dass niemand wird gedrück zu Brei

Und grinsen sieht man nun den Knaben
Als der Baum stürzt in den Graben
Und der Vater glaubt es kaum
Als er erkennt – den Purzelbaum

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Fremdsprachen schnell und komfortabel erlernen

Fremdsprachen sind nicht nur für den Urlaub im Ausland eine gute Sache. Sie verbessern auch die eigenen Chancen, wenn man sich einen neuen Job suchen muss.

Wer heute im Job gute Chancen haben möchte, der kommt in den meisten Berufen nicht mehr darum herum, sich auch mit Fremdsprachen beschäftigen zu müssen. Das trifft nicht nur auf die Berufseinsteiger zu. Auch ältere Menschen, die noch nicht das Glück hatten, in der Schule Englisch, Französisch oder Spanisch zu lernen, müssen sich zunehmend nach einer ergänzenden Bildung umschauen. Besonders Pech hatten die Menschen im Osten Deutschlands, denn in der Schule wurde nur Russisch als Pflichtfach verordnet. Für sie wären die Volkshochschulen zum Lernen von Fremdsprachen eine gute und vor allem auch preiswerte Adresse. Allerdings hat man hier die Nachteile, dass man an Ort und Zeit des Unterrichts gebunden ist, und sich vom Lerntempo her der Gruppe anpassen muss.

Eine gute Alternative dazu stellen die interaktiven Programme zum Sprachen lernen dar. Sie knüpfen an das an, was sich bereits bei den Kursen der so genannten Begegnungssprache in den Kindergärten bewährt hat. Sie beginnen bei der Verständigung in einfachen Alltagssituationen und steigern mit einem Levelsystem Stück für Stück das Niveau. Geht es nur um das Vokabular, lassen sich im Internet Vokabeltrainer sogar kostenlos nutzen. Auch einige Online-Sprachschulen haben sich dort etabliert. Dort hat man den Vorteil, dass über Chatsysteme in kleinen Gruppen gearbeitet wird, die nach ihrem Kenntnisstand und ihrem Lerntempo zusammen gestellt werden. Auch sind die Lehrer dort meist Muttersprachler, so dass man wirklich die Umgangssprache und nicht die Sprache der Universitäten lernt. An anderer Stelle kann man sich Lehrbücher, Wörterbücher, interaktive Programme und Vokabelkarten bestellen. Wer sich mit den Aussprachezeichen nicht auskennt, der sollte gezielt nach Angeboten Ausschau halten, wo für die Darstellung der Aussprache das normale deutsche Alphabet verwendet wird. Das sieht dann zwar ulkig aus, erweist sich aber als recht brauchbare Lernhilfe.

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Welchen Einfluss nehmen Smartphones und Tablets auf die deutsche Sprache?

Smartphones und Tablets bewirken, dass in die deutsche Umgangssprache auch Kürzel Eingang finden, die in den Chats im Internet und bei SMS verwendet werden.

Die Tatsache, dass man mit Smartphones und Tablets inzwischen auch mobil und unkompliziert auf die Kommunikationsdienste im Internet zugreifen kann, wirkt sich deutlich auch auf die Sprache aus. Besonders deutlich wird das, wenn man den Jugendlichen „aufs Maul“ schaut. In den Chats und bei SMS werden zahlreiche Kürzel verwendet. Damit kann man schneller schreiben und bei den SMS muss eine bestimmte Zeichenzahl eingehalten werden, wenn daraus nicht mehrere werden sollen. Sie fließen immer häufiger auch in die Alltagssprache mit ein. Ein Beispiel dafür ist das Kürzel „rofl“, das aus dem Englischen kommt und dort so viel wie „sich lachend auf dem Boden rollen“ bedeutet. Auch das „lol“ für laut lachen ist in den Gesprächen der Kids immer öfter zu hören.

Sollten Sie sich als Eltern fragen, was Ihre Sprösslinge mit „wir treffen uns im TS“ meinen, dann sei Ihnen gesagt, dass es sich dabei um eine Kommunikationssoftware für das Internet handelt, die vollständig TeamSpeak heißt und den verbalen Chat über den Computer unterstützt. Doch die schriftliche Kommunikation über den mobilen Internetzugang via Smartphone und Tablet sorgt leider auch dafür, dass die Kids weniger direkte Kommunikation vis á vis haben. Das wiederum bewirkt, dass sie verstärkt auf die Inhalte des gesprochenen oder geschriebenen Worts achten und ihre Fähigkeiten, diese mit den körpersprachlichen Botschaften abzugleichen, nicht besonders gut ausgeprägt werden. Und genau daraus sind ja Rückschlüsse möglich, ob der Redner auch wirklich das meint, was er gesagt hat, oder ob es beispielsweise als Scherz oder ironisch gemeint ist. Als Elternteil tut man also gut daran, bei seinen Sprösslingen auch großen Wert auf soziale Kontakte in der realen Welt zu legen.

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Was ist eine Maisonette?

Dieser Begriff stammt aus dem Immobilienwesen. Er ist abgeleitet von der französischen Vokabel „Maison“, was so viel wie Haus bedeutet. Bei der Endung „ette“ handelt es sich im Französischen um eine in der Umgangssprache übliche Verkleinerungsform. Man könnte als salopp die Maisonette als kleines Haus bezeichnen, doch das wäre anhand der Verwendung als branchenüblicher Fachterminus nicht korrekt. In der Wohnungswirtschaft wird von einer Maisonette immer dann gesprochen, wenn sich eine zusammen hängende Wohnung über mindestens zwei Etagen erstreckt. Im weitesten Sinne gehört also auch das Loft dazu, wobei hier noch andere Kriterien wie eine sehr offene Bauweise hinzu kommen müssen.

Durch die Verteilung des Wohnraums auf mehrere Etagen lässt sich eine Gliederung in funktionelle Ebenen erzielen. Meistens befinden sich die Küche, das Wohnzimmer und eine Gästetoilette auf der einen Ebene, während Schlaf- und Kinderzimmer die zweit oder gar dritte Ebene bilden. Auch der Arbeits- oder Hobbybereich lässt sich bei einer solchen mehretagigen Wohnung sehr gut abteilen. Die Treppe erfüllt hier nicht nur einen funktionellen Zweck, sondern kann auch gleichzeitig als optischer Raumteiler verwendet werden. Besonders beliebt sind dabei offene Wendeltreppen, bei denen man sich aber im Klaren sein muss, dass die Nutzung mit körperlichen Einschränkungen nur schwer oder gar nicht möglich ist. Auch gelten für die Maisonettewohnung besondere brandschutzrechliche Vorschriften. Sie werden als eine Wohneinheit behandelt, so das auch die dazwischen liegenden Fußböden und Decken nicht besonders brandhemmend ausgestattet werden müssen. Ein Übergreifen der Flammen kann durch die offene Bauweise der Treppe ohnehin nicht verhindert werden. Das ist einer der Gründe, warum teilweise die Versicherung für solche Wohnräume ein klein wenig teurer ist.

Quelle: http://www.immonet.de/maisonette.html

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Wortspiele rund ums Messer Schärfen

Messer schärfen- Die Bestandteile dieser Redewendung lassen sich ganz unterschiedlich deuten. Solche Mehrdeutigkeiten finden sich in nahezu allen Sprachen.
Die deutsche Sprache ist an vielen Stellen mehrdeutig. Auch beim Messer sind sich die Geister bei der Bedeutung nicht einig. Damit werden Dinge bezeichnet, mit denen man etwas schneiden kann. Doch an manchen Stellen wird es auch hier kurios. Eigentlich ordnet man von der Optik her diesem Begriff eine Klinge zu. Doch die Bezeichnung Messersystem wird bei der Technik auch für Schneidsysteme verwendet, die mit einem rotierenden Faden arbeiten. Wenn man ein solches System für Messer schärfen möchte, muss die Länge des Fadens nachregelt werden, während bei den klassischen Klingen manuelle Wetzsteine oder Geräte mit rotierenden Wetzsteinen zum Einsatz kommen.

Doch der Begriff Messer taucht auch dort auf, wo es um die Ermittlung von Längen, Gewichten, Dichte, von Verbräuchen oder der Zeit geht. Er wird hier sowohl für die Kennzeichnung der eingesetzten Gerätschaften als auch von deren Nutzern verwendet. Solche Mehrfachbedeutungen findet man bei vielen deutschen Begriffen mit identischer Schreibweise. Doch wer sich darüber ärgert, der sollte einen Blick in andere Sprachen werfen. Besonders interessant ist in diese Hinsicht Thailändisch. Die Sprache besteht aus einzelnen Silben, die abhängig von ihrer Betonung bis zu acht verschiedene Bedeutungen haben können. Lippenleser haben es hier ganz besonders schwer, aus den Mundbewegungen die richtige Bedeutung zu erkennen. Auch im Englischen gibt es viele solcher Mehrfachbedeutungen. Ein gutes Beispiel ist der Satz „The present is a present.“. Er sieht auf den ersten Blick aus, als hätte sich dort jemand beim Tippen vertan. Doch er ist völlig korrekt und bedeutet „Die Gegenwart ist ein Geschenk.“. – Ein kurzer Satz, über den man einmal ein wenig nachdenken sollte.

Wenn man ein wenig stöbert, finden sich sicherlich in jeder Sprache der Welt solche Mehrdeutigkeiten. Das ist auch gar nicht anders möglich, wenn man sich vor Augen hält, dass die tägliche Umgangssprache in aller Regel gerade einmal wenige Tausend Begriffe umfasst, aber mehr als 30.000 Begriffe im Duden stehen.

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Die Sprachentwicklung beim Autokauf

Die Sprachentwicklung beim Autokauf präsentiert sich wie anderswo auch: Es halten immer mehr Fremdwörter Einzug, die aus dem Englischen oder Französischen kommen.

Die Dudenredaktion hat es längst erkannt, dass sich immer mehr Begriffe aus anderen Sprachen klammheimlich in der deutschen Umgangssprache einnisten. Nach und nach werden sie auch in das Vokabular des Dudens mit einer verbindlichen Rechtschreibung aufgenommen. Dieser Trend zeigt sich durchweg in allen Lebensbereichen, wobei vor allem die Technik aller Art der Spitzenreiter bei der Fremdwortquote ist. Der Flachbildfernseher wird zum Flatscreen und die Videokamera zum Camcorder. Auch beim Handy könnte man eine Abstammung aus dem Englischen vermuten. Doch das ist falsch, denn der Engländer und Amerikaner bezeichnet das mobile Telefon als „cell phone“ oder alternativ als „mobile phone“. Derzeit zeichnet sich eine solche Sprachentwicklung beim Autokauf ebenfalls ab.

Traditionell werden die Begriffe „Coupé“ und „Limousine“ verwendet. Beide kommen aus dem Französischen und bezeichnen eine besondere Bauform der Karosserie. Der gute alte deutsche Sportwagen wird zum „Sportscar“ und Funfahrzeuge kommen mit Titeln wie „Trike“ und „Quad“ daher. Wer sein motorisiertes Zweirad als Motorrad bezeichnet ist out. Motorbike ist die moderne Bezeichnung. Noch schlimmer sieht es bei den Kürzeln für moderne Technik aus. ABS für Anti-Blockier-System und ASR für Anti-Schlupf-Regelung gehören zu den wenigen Technologien, die eine deutsche Bezeichnung bekommen haben.

ESP klingt zwar auch nach einer deutschen Bezeichnung, heißt aber in Wahrheit „Electronic Stability Control Program“. Wer es auf Deutsch haben möchte, müsste in Abkürzung der Bezeichnung Fahr-Dynamik-Regelung dann entsprechen FDR nutzen. Bei der Reifenhaftung wird von der „Traction Control“ gesprochen. Und bei fast allen modernen Fahrzeugen trifft man auf den ebenfalls dem Englischen entlehnten Begriff „Airbag“, was auf Deutsch so viel wie Luftsack heißt und inzwischen zu einer der wichtigsten Sicherheitsmerkmale von Fahrzeugen geworden ist.

Quelle: http://www.autoregional.de/

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Die optimale Zeitschriftenauswahl zum Trainieren für die linguistische Olympiade

Eine optimale Zeitschriftenauswahl zum Trainieren für die linguistische Olympiade gibt es nicht. Verbindliche Lektüre wie Lexika und Wörterbücher sind besser.
Deutsche Sprache – schwere Sprache“ – das sagt ein altes Sprichwort und es hat durchaus seine Berechtigung. Mit der letzten Rechtschreibreform hat es bereits einige interessante Vereinfachungen gegeben, nur müssten die sich erst einmal in den Köpfen der Menschen fest setzen. Eltern und Großeltern haben in der Schule noch gelernt, dass es „Schiffahrt“ und nicht „Schifffahrt“ heißt. Für sie sieht die moderne Orthografie einfach nur komisch aus. Einige Sachen wie das „Foto“ statt dem altertümlichen „Photo“ dagegen haben sich schon durchsetzen können.

Doch wie bekommt man die korrekte Schriftsprache am besten in seinen Kopf?
Gibt es die optimale Zeitschriftenauswahl zum Trainieren für die linguistische Olympiade? – Wohl eher nicht. Zwar sind die Journalisten meisten sattelfest, was die Rechtschreibung betrifft, doch so manches Computerprogramm macht ihren Bemühungen um korrektes Deutsch einen dicken Strich durch die Rechnung. Damit ist der Strich durchaus wörtlich gemeint, denn er zeigt sich in Form der Bindestriche, die zum optimalen Füllen der Spalten oftmals auch an Stellen gesetzt werden, wo sie gar nicht hingehören. Die von den Redakteuren diktierten Artikel werden oftmals von Minijobbern abgetippt, die teilweise zu den Rentnern gehören, die sich zu ihrer schmalen Rente etwas dazu verdienen müssen. Die Kenntnis der kompletten neuen Rechtschreibung sollte man dort besser nicht voraus setzen. Lexika und Wörterbücher sind eine weitaus besser Alternative für das Training, wenn man sich bei der linguistischen Olympiade weit vorn platzieren möchte.

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Deutsch gesprochen vs. geschrieben

Mark Twain sagte einmal: “Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfürchtig zu den toten Sprachen hinüber getragen werden, denn nur die Toten haben die Zeit sie zu lernen.” Er wird gewusst haben, warum.

Das Deutsche stellt nicht nur als Fremdsprache eine Herausforderung dar, sondern bringt auch den Muttersprachler mitunter zum Grübeln. Mit vielen anderen Sprachen gemein hat es dabei die Eigenschaft, dass zwischen gesprochener und geschriebener Sprache oft große Unterschiede bestehen, ungeachtet der Erscheinungen der zahllosen Dialekte.
Da wäre zum einen die Aussprache. Das Deutsche verzichtet beispielsweise darauf, die Länge eines Vokals zu notieren. Darum heißt es: “ich gehe weg” und auch “ich gehe den Weg”, und nicht etwa “weeg”. Das -e- als solches ist auch sonst problematisch, neigt es doch dazu, in der gesprochenen Sprache zu verschwinden: wir sagen “Gabl” statt Gabel, “redn” statt reden, oder: “Ich geh’ dann mal”. Kryptisch für den Erlerner der Rechtschreibung ist auch das Phänomen der Auslautverhärtung: ob “Rad” oder “Rat”, gesprochen wird immer ein [-t].

Neben diesen und weiteren Aussprachefragen kennt die Schriftsprache auch grammatische Konstruktionen, die man tatsächlich niemals zu hören bekommt: So wird das Präteritum (“ich ging”) eigentlich immer durch ein Perfekt (“ich bin gegangen”) ersetzt. Auch das Futur II, für eine abgeschlossene Handlung in der Zukunft (“morgen werde ich etwas getan haben”), wird im Dialog wohl niemand in den Mund nehmen. Nahezu berühmt ist der schleichende Verfall eines ganzen Kasus: “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod”.
Hier stellt man sich schließlich die Frage: Ist die gesprochene Sprache “falsch”? Das ist eine Frage der Definiton und Wertung: Alle Sprachen entwickeln sich ständig weiter, die Kompedien der Grammatik und des Wortschatzes gewöhnlich nicht. Ob nun “dem Peter sein Buch” oder “das Buch von Peter” oder “Peters Buch” – irgendwie ist es doch alles Deutsch.

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Neue und alte Rechtschreibung – immer noch Verwirrung zu spüren

Der Wechsel von der alten auf die neue Rechtschreibung sorgt bei vielen Menschen noch für große Verwirrung. Das ist vor allem deshalb so, weil es binnen kurzer Zeit gleich mehrere Reformen gegeben hat. Da kann man glatt neidisch auf die Engländer und Amerikaner werden, bei denen es einerseits nicht so viele Ausnahmen zum Standard gibt und die andererseits bis auf Eigennamen durchweg alles klein schreiben. Würde das eins zu eins auf die deutsche Rechtschreibung übertragen, hätte so mancher Schüler deutlich bessere Noten in seinen Diktaten und Aufsätzen.

Wer bis ein Jahrzehnt vor der Jahrtausendwende die Schule abgeschlossen hat, hat noch gelernt, dass die Schifffahrt bloß mit zwei „f“ geschrieben wird. Die neue Rechtschreibung ist an der Stelle zwar deutlich logischer, denn im Endeffekt ist das Wort ja aus „Schiff“ und „Fahrt“ zusammen gesetzt, aber für die „Alt-Orthografen“ sieht das einfach komisch aus. An anderen Stellen ist ebenfalls vereinfacht worden. Das gilt vor allem bei der Kommasetzung. Die Eltern mussten sich noch mit mehr als 30 Kommaregeln plagen, während die Sprösslinge heute nur noch neun Stück kennen müssen. Ein gutes Beispiel ist das Einfügen von wörtlicher Rede. Musste sie früher zusätzlich zu den Anführungszeichen noch in Kommata gesetzt werden, reichen heute die Anführungszeichen völlig aus. Na ja, wer sich über die Verwirrung durch die alte und neue Rechtschreibung ärgert, der sollte einen Blick in andere Länder werfen. Dort werden sogar Eigennamen einfach eingekürzt und noch lustiger ist die Gestaltung der Artikel „le“ und „la“ im Französischen.

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