Smartphones und Tablets bewirken, dass in die deutsche Umgangssprache auch Kürzel Eingang finden, die in den Chats im Internet und bei SMS verwendet werden.
Die Tatsache, dass man mit Smartphones und Tablets inzwischen auch mobil und unkompliziert auf die Kommunikationsdienste im Internet zugreifen kann, wirkt sich deutlich auch auf die Sprache aus. Besonders deutlich wird das, wenn man den Jugendlichen „aufs Maul“ schaut. In den Chats und bei SMS werden zahlreiche Kürzel verwendet. Damit kann man schneller schreiben und bei den SMS muss eine bestimmte Zeichenzahl eingehalten werden, wenn daraus nicht mehrere werden sollen. Sie fließen immer häufiger auch in die Alltagssprache mit ein. Ein Beispiel dafür ist das Kürzel „rofl“, das aus dem Englischen kommt und dort so viel wie „sich lachend auf dem Boden rollen“ bedeutet. Auch das „lol“ für laut lachen ist in den Gesprächen der Kids immer öfter zu hören.
Sollten Sie sich als Eltern fragen, was Ihre Sprösslinge mit „wir treffen uns im TS“ meinen, dann sei Ihnen gesagt, dass es sich dabei um eine Kommunikationssoftware für das Internet handelt, die vollständig TeamSpeak heißt und den verbalen Chat über den Computer unterstützt. Doch die schriftliche Kommunikation über den mobilen Internetzugang via Smartphone und Tablet sorgt leider auch dafür, dass die Kids weniger direkte Kommunikation vis á vis haben. Das wiederum bewirkt, dass sie verstärkt auf die Inhalte des gesprochenen oder geschriebenen Worts achten und ihre Fähigkeiten, diese mit den körpersprachlichen Botschaften abzugleichen, nicht besonders gut ausgeprägt werden. Und genau daraus sind ja Rückschlüsse möglich, ob der Redner auch wirklich das meint, was er gesagt hat, oder ob es beispielsweise als Scherz oder ironisch gemeint ist. Als Elternteil tut man also gut daran, bei seinen Sprösslingen auch großen Wert auf soziale Kontakte in der realen Welt zu legen.