Ein Baum im Wald, wenn auch am Rand
Beachtung durch ein Kleinkind fand
Denn neben ihm, da stand mit Säge
Ein Holzfäller, so gar nicht träge
Und der Papa ging mit dem Kinde
Das Aug’ gerichtet auf die Rinde
Da sprach das Kind wie tief im Traum
“Schau, Papa, der schöne Baum”
Und Papa wollte Lehre geben
Wenn inhaltlich auch sehr daneben
Und sagte nur sehr kühl und kalt
“Nun, Bäume gibt es oft im Wald”
Doch Kindsinteresse zeigte Stärke
Als die Säge ging zu Werke
Und in des Schelmes Angesicht
Hielt Lächeln Einzug, Schicht um Schicht
So fragte er den alten Herrn
“Du, Papa, turnen Bäume gern?”
Und dieser runzelte die Stirn
“Wie kommst Du nur auf solchen Zwirn?”
Und eine Rede hielt er nun
Von dem, was Bäume gerne tun
Nämlich aufgrund Gottgerichts
Außer wachsen nun mal nichts
Hin und her ging das Gerede
Es wurde fast zur echten Fehde
Doch trieben sie’s nicht bis zum Mord
Denn schließlich ging es nur um Sport
Der Vater, der vor Wut fast weinte
Begriff nicht, was sein Junge meinte
Der kindlich Wortspiel noch gepflegt
Was er selbst längst abgelegt
Und als die Säge fertig war
Da hörte man, wohl völlig klar
Des Waldmanns Ruf als Warnungsschrei
Dass niemand wird gedrück zu Brei
Und grinsen sieht man nun den Knaben
Als der Baum stürzt in den Graben
Und der Vater glaubt es kaum
Als er erkennt – den Purzelbaum
Rätzel sind doch was schönes und Weihnachten ist auch die Zeit der Poesi. Ein sehr schönes Gedicht, wer hat das denn geschrieben?